Roheisen, allgemein bekannt als Gusseisen, ist eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung mit einem Kohlenstoffgehalt zwischen 2 % und 4,3 %. Zusätzlich zum Kohlenstoff enthält es Silizium, Mangan sowie Spuren von Schwefel und Phosphor. Im Gegensatz zu schmiedbarem Eisen kann Roheisen nicht geschmiedet werden, eignet sich jedoch hervorragend zum Gießen. Abhängig von der Form des enthaltenen Kohlenstoffs wird Roheisen in drei Haupttypen unterteilt: Stahlerzeugungsroheisen, Gussroheisen und duktiles Eisen.
Beim Stahlerzeugungsroheisen liegt der Kohlenstoff hauptsächlich in Form von Eisenkarbiden vor, wodurch das Material eine weiße kristalline Bruchfläche aufweist, woraus sich auch der gebräuchliche Name „Weißguss“ ableitet. Dieser Typ zeichnet sich durch hohe Härte und Sprödigkeit aus und eignet sich daher ideal als Rohmaterial für die Stahlerzeugung.
Gusseisenguss, auch Grauguss genannt, enthält Kohlenstoff in Form von plättchenförmigem Graphit, wodurch ein grauer Bruch entsteht. Die Graphitplättchen sorgen für natürliche Schmierung und bieten hervorragende Bearbeitbarkeit, Verschleißfestigkeit und Gießfähigkeit. Allerdings weist Grauguss eine begrenzte Zugfestigkeit auf und kann nicht geschmiedet werden. Es wird häufig zur Herstellung von gegossenen Bauteilen wie Maschinenbetten, Motorblöcken und Rohren verwendet.
Duktilguss, oder Kornguss, weist Kohlenstoff in Form von kugelförmigen Graphitkügelchen auf. Diese Mikrostruktur verleiht ihm mechanische Eigenschaften, die deutlich besser sind als die von Grauguss – annähernd auf dem Niveau von Gusstahl – und behält gleichzeitig gute Gießfähigkeit, Bearbeitbarkeit und Verschleißfestigkeit bei. Seine verbesserte Duktilität und Festigkeit machen es zu einem bevorzugten Werkstoff für anspruchsvolle Anwendungen wie Kurbelwellen, Getrieberäder, Kolben und Hochleistungsmechanikteile.
Darüber hinaus werden spezialisierte Eisenlegierungen mit hohem Silizium-, Mangan-, Nickel- oder anderen Elementgehalten – wie Ferrosilicium und Ferromangan – als Zusatzstoffe beim Stahlherstellungsprozess verwendet. Diese Legierungen verbessern die physikalischen und mechanischen Eigenschaften der endgültigen Stahlprodukte.
Es ist wichtig, Roheisen von anderen Eisenwerkstoffen zu unterscheiden: Schmiedeeisen (oder Reineisen) enthält weniger als 0,2 % Kohlenstoff und ist weich und duktil, jedoch in der Festigkeit begrenzt; Stahl weist typischerweise 0,2 % bis 1,7 % Kohlenstoff auf und verbindet Festigkeit mit Umformbarkeit; Roheisen dagegen mit mehr als 2 % Kohlenstoff bietet eine hervorragende Gießbarkeit, jedoch eine geringere Bearbeitbarkeit.
Das Verständnis dieser Klassifizierungen hilft bei der Auswahl des richtigen Materials für industrielle Anwendungen und sorgt so für optimale Leistung, Haltbarkeit und Kostenwirksamkeit in Guss- und Fertigungsprozessen. Dandong Pengxin Machinery löst all Ihre Probleme aus einer Hand.

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